Imkergruppe

Am 19.02.2016 trafen sich im Vereinsraum unseres Vereins zahlreiche Interessierte für unsere Projektgruppe. 4 Imkerauszubildende melden sich und wollten sofort starten. Zusammen mit dem Projekt Übungswerkstatt (Holz, Metall, Montagen) wurden die ersten Termine gesetzt.

Die Imkergruppe überlegt sich nun, welche Betriebsmittel benötigt werden und wieviel Startkapital benötigt wird. Die Teilnehmer fingen an, die ersten benötigten Bienenbeuten, Rahmen für die Waben zu bauen.  Wir suchen für dieses Vorhaben Sponsoren. Wenn Sie unser Projekt „Mensch & Biene unterstützen wollen, auch als Imker, Imkereifachhandel oder als Bienenpate, melden Sie sich beim 1. Vorsitzenden.

Unsere Bienenstände befinden sich derzeit in Calw und Herrenberg. Auch mitten in der Stadt imkern wir mit der Bienenbox, wie sie auch in Berlin (auf dem Bundestag) und in München (auf dem Polizeipräsidium) mit Bienen genutzt wird. Zudem finden Sie unsere Produkte auf dem Wochenmarkt in Calw und Nagold (siehe: Veranstaltungen).

Quelle Bild: Flickr

Unsere Dienstleistungen

  • Honig Abfüllen und Etikettieren
  • Wachsschmelzen und
  • ab 01.01.2017 Umarbeitung von Wachs der Imker (Anlieferung) in Mittelwände, auch Bio- / Ökoqualität

Herr Felix Rothweiler ist der Werkstattleiter der Holzwerkstatt (mit Imkerdienstleistungen). Handy: 0151 – 27057514. 

Unsere Betriebsweise

Das imkerliche Know-How vermittelt der Imkergruppe der langjährige Imker und Rechtsanwalt Wolfgang Maurer, der unser Vereinsvorstand ist. Die handwerklichen Fertigkeiten und Fähigkeiten vermittelt der Arbeitspädagoge / Fallmanager für Behörden+Sozialangelegenheiten, gleichzeitig Schreiner von Beruf, Herr Felix Rothweiler. Beide setzen sich ehrenamtlich für unsere Belange ein. Herr Rothweiler leitet auch unsere Übungswerkstatt, die wir beständig ausbauen. In der Betriebsweise legen wir Wert auf eine nachhaltige Bienenzucht, verbunden mit biologischen und botanischen unbedenklichen Erzeugnissen. Hierzu gehören folgende Bereiche insbesondere: Wir vermeiden Rückstände in Honig und Bienenwachs. Wir entsorgen ständig die bebrüteten Waben, lassen die Bienen im Honigraum immer neue Waben ausbauen, um auf jungfräuliches Wachs den Honig ernten zu können.

Honig – Produziert nach Bioland Richtlinien

Nach den Bioland-Richtlinien dürfen Mittelwände nur aus Neuwachs hergestellt werden. An diesen Vorschriften orientieren wir uns. Neuwachs wird aus dem Entdecklungswachs oder aus dem Naturwabenbau gewonnen. Das Bienenwachs aus den Brutwaben, die schon mal aus Mittelwänden gebaut wurden, dürfen nicht ein zweites Mal zu Mittelwänden wiederverwendet werden. Durch diesen stetigen Wechsel bleibt das Bienenwachs immer sehr schadstoffarm, was wiederum der Honigqualität zu Gute kommt, denn es werden dadurch weniger Schadstoffe durch Umwelteinflüsse an den Honig abgegeben!

Das Wachs wird quasi aus dem Bienenvolk „ entfernt“ und somit verbleibt immer ein nahezu reines Wachs im Volk. Letztendlich ist dieses entsorgte Bienenwachs immer noch besser, als herkömmliches Wachs und kann in der Pharma-, Kosmetik- oder auch in der Kerzenindustrie verwendet werden. Es wird somit eine Betriebsweise der immer währenden Minderung der Belastungskriterien gefahren. Nach Bio-Richtlinien dürfen den Königinnen nicht mehr zur Schwarmvorbeugung ein Flügel gestutzt werden. Unsere Bienenwohnungen haben wir mit einer ökologischen und unschädlichen Ölfarbe bzw. einfach nur mit Leinöl / oder Wachs gestrichen. Leinölfirnis oder andere metallhaltige Beutenanstriche verwenden wir auch in der Herstellung der Beuten / Magazinen nicht. In unseren Bienen-Völkern gibt es leider auch Parasiten, z. B. die Varroamilbe, die eliminiert oder zumindest eingedämmt werden müssen. Neben biologischen Behandlungsmethoden verwenden wir auch varroatolerante Bienenvölker, die Bienenzüchter anbieten. Neben der Sanftmut, dem Sammelfleiß werden also auch Bienenvölker eingesetzt, die mit den Bienenschädlingen „umgehen“ können, ohne dass die Qualität oder die Nachhaltigkeit darunter leidet. In der Behandlung verwende ich nur in der Natur auch vorkommende Säuren, wie z. B. die Ameisen-, Milch- und die Oxalsäure. Diese Anwendungen garantieren derzeit, dass die
Bienen nicht resistent werden.

Dabei ist gleichzeitig eine biologisch abbaubare Grundlage geschaffen. Eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Beuten ist selbstverständlich. Spätestens bei Neubesetzung einer Beute mit einem Ableger /Bienenvolk wird die Beute inspiziert und mit umweltfreundlichen Mitteln gereinigt. Mit Hitzebehandlungen erreicht man, wie in der Küche, die besten Ergebnisse. Chemische Keulen sind verpönt. Unser Honig wird schonend behandelt, sodass möglichst so wenig wie möglich Inhaltsstoffe, wie Fermente, Vitamine, Eiweiße, antibiotische Stoffe, die verschiedenen Fructosen etc. zerstört werden! Schon bei 40 Grad Celsius verliert der Honig an wertvollen Substanzen. Wir füllen auch gerne den Honig von Imkerkollegen nach strengen hygienischen Maßstäben ab. Nach Bio-Richtlinien darf der Honig nicht zu fein gefiltert werden. Pollen ist ein natürlicher Bestandteil des Honigs und würde bei einer zu feinen Filterung herausgefiltert werden. Pollen sollte sogar im Honig enthalten sein, weil er gesund ist und Allergiker desensibilisiert.

Mit der Gewinnung von Pollen und Wabenhonig ergänze ich meine Produktpalette nach Kundenwunsch gerne. Im Spätsommer behalten die Bienen einen Teil ihres gesammelten Honigs für ihren Wintervorrat, und es darf natürlich auch nur biologisch hergestellter Zuckersirup gegeben werden. Der Biogedanke ist deshalb weder ein esoterischer Ansatz, noch lediglich ein moralischer oder ethischer Ansatz der Tierhaltung, sondern eine ökologische Form einer nachhaltigen Imkerei, die umweltbewusst tierartspezifisch handeln will. Freilich können wir keine völlige Reinheit garantieren, denn unsere Bienen sind, wie wir Menschen, den Umwelteinflüssen und Umweltsünden der Gesellschaft ausgesetzt. Mit einer Biolandbetriebsweise wird jedoch ein wertvoller Beitrag zur Umwelt und gegen das Bienensterben bereitgestellt. Genug der Worte, es ist Zeit, werte Kunden, meine Honig- und Bienenprodukte zu testen und zu genießen.

Produkte

  • Rapshonig, feincremig Ernte Mai 2016, Mindesthaltbarkeit bis 31.12.2018

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